Das grosse Glück mag kleine Dinge

In der Regel läuft es so: wir treffen uns mit einem potenziellen Neukunden auf eine Tasse Kaffee. Wir erzählen ein wenig von uns, dann stellen wir einige Fragen und hören zu. Es sind unverbindliche Gespräche, eine gewisse Vorstellung von Marketing besteht bereits, man beschnuppert sich dahingehend. Und meistens erst dann, wenn wir schon bei der Verabschiedung angekommen sind, purzelt er heraus, der alles entscheidende Satz: „Eigentlich wollte ich mit meinem Business ja immer nur…“, „Das alles soll mir meinen Ruhestand finanzieren!“, „Mein oberstes Ziel ist es schon immer gewesen…“, „Meine Frau sagt immer…“, „Das muss jetzt rocken, wir haben unsere Festanstellung dafür aufgegeben!“. In der Stunde zuvor ging es um das Übliche: Facebook muss man doch, einen Flyer brauchen wir dringend, unsere Zielgruppe sind eigentlich alle, können Sie auch SEO?
Shooting für unseren Kunden center4CNC.de

Dann erst beginnt die Arbeit:

In den Wochen (meist Monaten) danach finden wir gemeinsam Antworten auf grundlegende Fragen und gehen dazu einen Schritt zurück, anstatt direkt auf den gewünschten Flyer zu.
  • Gibt es eine Firmenmission seit Gründung?
  • Was ist das übergeordnete Ziel bei allem, was die Firma tut?
  • Geht es aktuell um mehr Umsatz, mehr Brand Awareness, höhere Kundenbindung? Und in den kommenden 3,5,10 Jahren?
  • Was ist die Botschaft hinter jeder Geschichte, die erzählt wird? Werden überhaupt schon Geschichten erzählt oder ist die Kommunikation produktzentriert?
  • Welche typischen Fragestellungen haben die idealen Kunden?

Wenn das alles beantwortet ist:

Welche Kommunikationskanäle sind dann die richtigen für das Unternehmen? Ist es wirklich Facebook und der gewünschte Flyer?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in diesen ersten Gesprächen eine ganze Menge Großartiges passiert. Es ist ein Prozess, der viele Erkenntnisse zu Tage bringt – für uns als Agentur, für den Unternehmer selbst, für seine Mitarbeiter. Auf diese Weise über sich und sein Unternehmen nachzudenken, dafür fehlt im Alltag (oft seit Jahren) die Zeit. Die gewonnenen Erkenntnisse sind die Basis für die strategische Marketingplanung, die festlegt, was genau mit allen Maßnahmen der Firmenkommunikation erreicht werden soll.
Es sind Erkenntnisse, die oft auf kleinen Einsichten, Persönlichkeitsmerkmalen, Produktfeatures oder Arbeitsweisen basieren. Beispielsweise eine vom Kunden seit Jahren wertgeschätzte Serviceleistung, die bisher kommunikativ noch nie genutzt wurde, aber eigentlich genau den Wesenskern des Unternehmens trifft. Oder ein Qualitätsanspruch des Chefs, der Auswirkungen auf alle Unternehmensbereiche hat, aber bisher noch nie in Worte (sprich Botschaften) gefasst wurde.
Es geht nicht darum, von Anfang an budgetschwere konzeptionelle Schätze zu heben. Es geht zunächst darum, den Kern dessen zu definieren, um den sich das Unternehmen dreht. Wenn er auf dem Papier steht, mag er klein erscheinen. Aber er ist nur komprimiert – er enthält großes Glück!

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